Jeder fängt mal klein an!

Katja Konwer

Mit 5 Kindern haben wir 2009 in Bienenbüttel begonnen. Vom 29.5. bis 1.6. haben wir das Gemeindehaus von Wichmannsburg unsicher gemacht. Wir waren natürlich neugierig wie das alles so funktioniert. Alles auf "kleiner Flamme" organisiert und durchgeführt. Trotz der eher einfachen Umstände - aber vielleicht auch gerade deswegen waren es sehr schöne drei Tage. Bedanken möchten wir uns bei den lokalen Unterstützern und Sponsoren. Auch die Presse (eins, zwei und drei) war da und hat, auch aus Anlaß des Tages der Organspende am folgenden Samstag, über uns berichtet.

 

 

Freitag

Ankommen, Werken, Kochen

Ab 12.00 standen die Helfer in den Startlöchern um den Kindern ein erlebnisreiches Wochenende zu bieten. Das erste Erlebnis hatten die Kinder schon bei der Anreise - Stau ohne Ende, sch.... Pfingstverkehr. Untergebracht sind wir im  Gemeindehaus von Wichmannsburg. Schlafräume, Duschen und eine Küche (mit Spülmaschine!) sind hier vorhanden. Jedes Kind bekommt bei der Anreise einen Rucksack gefüllt mit nützlichen Dingen: T-Shirt, Kapuzenpullover, Sonnencreme, Verbandspäckchen, Müsliriegel und anderes. Wir wollen ja für jeden Fall gewappnet sein: Sonne, Hunger, Kälte und Unfälle - die wir natürlich nicht haben wollen.
Unser "Pizzablitz" Katja hatte für die Ankömmlinge ein leckeres Blech Pizza gebacken, so dass der größte Hunger ersteinmal gestillt werden kann. Nach dem Essen beginnen wir ein Modellfloß zu bauen. Nur mit Ästen, einer Säge, viel Schnur und ein bisschen Stoff fürs Segel bewaffnet fertigen die Kinder unter großen Spaß und Einsatz zwei Flöße. Jeder kann hier seine Fähigkeiten mit einbringen, sägen, malen, zusammenbinden. Nach und nach wird aus den einzelnen Holzbalken ein Floß. Nach der Fertigstellung erfolgt der "Stapellauf" in die Ilmenau und oh Wunder: Das Floß schwimmt. Gott sei Dank ist es an einer Schnur gesichert - sonst müssten wir schnell hinter her paddeln.
Das war alles anstrengend und erste Hungergefühle machen sich am Abend wieder breit. Aber hinsetzen und bedienen lassen ist nicht. Unsere "großen" kleinen Gäste müssen am Freitagabend selber mit Hand anlegen: Hamburger gilt es zuzubereiten. In der Küche geht es rund, alle haben etwas zu tun. Die einen schneiden Gurken und Tomaten, ein anderer wäscht Salat, der nächste bereitet das Hack für die Hamburger typische Frikadelle zu.

Roberto ist ein begnadeter  "Teigkneter" - Julia und Wolfgang sind die Meister der Pfanne und braten eine Hamburger-Frikadelle nach der anderen. Selbst gemacht schmeckt eben am besten. Einige Eltern sind noch da und so wird es ein vergnügliches Abendessen. Der Appetit und die Neugierde auf den nächsten Tag sind bei allen Beteiligten (Kinder und Betreuer) gleichermaßen groß. Die Feldbetten müssen noch aufgebaut werden, die hat uns freundlicherweise die Freiwillige Feuerwehr Erbstorf zur Verfügung gestellt. Das sieht einfacher aus als es ist: Man braucht dazu viel Kraft und etwas Geschick. Und, mann glaubt es kaum, bald schon war Nachtruhe angesagt (natürlich nicht ohne das Daniela etwas nachgeholfen hat, wenn die Kinder nicht gehorchen.... ).