Erste Kurmaßnahme für Familien mit transplantierten Kindern auf Fehmarn

Dr. Christiane Aschhoff, Christoph Wilms,

In diesem Sommer sollte es also endlich soweit sein! Die Südstrand- Klinik für Eltern-Kind-Prävention auf der Insel Fehmarn hatte zwei 3 Wochen Blöcke für  Familien mit transplantierten Kindern eingeplant. Ganz bewusst wurde hierfür der Spätsommer gewählt, um für die immunsupprimierten Kinder ein mildes Klima auszunutzen. Geplant war die Teilnahme von je 8 Familien, die räumlich nah in Appartements auf einer Etage untergebracht werden sollten. Dies sollte den Kontakt untereinander erleichtern. Zusätzlich zu den üblichen Kurmaßnahmen sollte es für die Eltern, betroffenen Kinder und ggf. deren Geschwister Gesprächsangebote in der Gruppe unter psychotherapeutischer Anleitung geben. Individuelle Gespräche, die viele Sorgen und Nöte der Kurteilnehmer aufgreifen können, sind bei solch einer Kur ohnehin in einem gewissen Rahmen möglich. Dazu gibt es natürlich zahlreiche Möglichkeiten sportlich aktiv zu sein, zu entspannen, in Seminaren z.B. die Stressbewältigung zu verbessern oder die Kommunikation in der Familie zu erleichtern. Zeit für all diese Dinge ermöglicht die Unterbringung der Kinder in einem Hort. In diesen Horten, die nach Altersgruppen aufgeteilt sind, gibt es ein umfangreiches Freizeitangebot. Hier werden transplantierte Kinder, Kinder mit sonstigem Patientenstatus und Begleitkinder gemischt betreut.
Unsere Kurmaßnahme begann am 26.08.2014. Wenige Tage vor Kurbeginn wurden wir telefonisch darüber informiert, dass einige der speziell für Familien mit transplantierten Kindern vorgesehenen Angebote mangels Anmeldung nicht stattfinden würden, da nur 3 Familien erwartet wurden. Daraufhin fuhren wir mit etwas gedämpften Erwartungen los. Zum Glück haben wir uns sehr schnell mit den beiden anderen Familien angefreundet. Wir saßen bei den Mahlzeiten gemeinsam an einem Tisch und hatten auch sonst viele Möglichkeiten, uns untereinander auszutauschen. Es hat sich  gezeigt, dass auch eine solch kleine Gruppe, verbunden durch ein ähnliches Schicksal, trotz aller Unterschiede sehr voneinander profitieren kann. Unsere Kinder verstanden sich trotz des Altersunterschiedes von 9, 11 und 13 Jahren gut, zumal zwei der Kinder sich schon aus dem Transplant-Kids-Camp im Hartz kannten. Der Austausch unter den Erwachsenen war genauso wichtig. Hierbei ging es hauptsächlich – aber nicht ausschließlich -um das Thema Transplantation in allen seinen Facetten. Dies führte dazu, dass wir die eigentlich geplanten Gruppengespräche nicht mehr so sehr vermisst haben. Toll fanden wir die Flexibilität der Klinik, die für die Kinder kurzfristig dann doch ein Gruppengespräch unter psychotherapeutischer Anleitung ermöglicht hat.
Besonders wichtig war auch ein Gespräch zwischen Klinikärzten, Familien und Herrn Ludwig von Transplant –Kids, der eigens dafür die weite Anreise auf sich genommen hat! Hier wurde uns klar, wie schwierig die Gesamtsituation betreffend das Thema Kur/Reha für transplantierte Kinder in Deutschland ist. Eine passende Reha – Einrichtung, die doch für Kinder mit anderen schweren Erkrankungen ganz selbstverständlich ist, gibt es offenbar nicht. Nun kann und will eine Kur kein Ersatz für eine Reha sein. Umso wichtiger erscheint uns ein solches Angebot. Darüber hinaus  wurden bei diesem Gespräch Anregungen von Seiten der Kurteilnehmer offen aufgenommen und Möglichkeiten ausgelotet. Abschließend konnte eine durchaus positive Zwischenbilanz gezogen werden. Alle Teilnehmer waren sich einig, wie wichtig es ist, diese Kur bekannt zu machen und zu etablieren.
Der Ort für eine solche Kurmaßnahme erschien uns sehr geeignet. Die Räumlichkeiten in einem von 3 Hochhäusern ca. 40 m vom Strand entfernt, ermöglichen auch in kurzen Pausen, Zeit direkt am Meer zu verbringen. Ideal auch für Gäste, die nicht mit dem Auto anreisen. Das Klima ist auch für Immunsupprimierte nicht zu rau. Die Appartements sind schlicht, aber geräumig und besitzen alle einen Balkon mit Meerblick. Da vergisst man dann schon mal, dass man ja in einem Hochhaus wohnt. Das Personal, egal ob Arzt, Therapeut, Küchenpersonal, Verwaltung oder einfache Hilfskraft war hilfsbereit und freundlich. An den Wochenenden gab es auch ein Freizeitangebot. Die Stadt Burg ist in 10 Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen und bietet überraschend viele Einkaufsmöglichkeiten, Cafés und Restaurants.
Fazit: Es war eine sorgenfreie Zeit für Körper und Seele, von der wir sicher auch in Zukunft profitieren werden und die wir daher gerne weiterempfehlen!

 

Erste Kurmaßnahme für Familien mit transplantierten Kindern auf Fehmarn

In diesem Sommer sollte es also endlich soweit sein! Die Südstrand- Klinik für Eltern-Kind-Prävention auf der Insel Fehmarn hatte zwei 3 Wochen Blöcke für  Familien mit transplantierten Kindern eingeplant. Ganz bewusst wurde hierfür der Spätsommer gewählt, um für die immunsupprimierten Kinder ein mildes Klima auszunutzen. Geplant war die Teilnahme von je 8 Familien, die räumlich nah in Appartements auf einer Etage untergebracht werden sollten. Dies sollte den Kontakt untereinander erleichtern. Zusätzlich zu den üblichen Kurmaßnahmen sollte es für die Eltern, betroffenen Kinder und ggf. deren Geschwister Gesprächsangebote in der Gruppe unter psychotherapeutischer Anleitung geben. Individuelle Gespräche, die viele Sorgen und Nöte der Kurteilnehmer aufgreifen können, sind bei solch einer Kur ohnehin in einem gewissen Rahmen möglich. Dazu gibt es natürlich zahlreiche Möglichkeiten sportlich aktiv zu sein, zu entspannen, in Seminaren z.B. die Stressbewältigung zu verbessern oder die Kommunikation in der Familie zu erleichtern. Zeit für all diese Dinge ermöglicht die Unterbringung der Kinder in einem Hort. In diesen Horten, die nach Altersgruppen aufgeteilt sind, gibt es ein umfangreiches Freizeitangebot. Hier werden transplantierte Kinder, Kinder mit sonstigem Patientenstatus und Begleitkinder gemischt betreut.

Unsere Kurmaßnahme begann am 26.08.2014. Wenige Tage vor Kurbeginn wurden wir telefonisch darüber informiert, dass einige der speziell für Familien mit transplantierten Kindern vorgesehenen Angebote mangels Anmeldung nicht stattfinden würden, da nur 3 Familien erwartet wurden. Daraufhin fuhren wir mit etwas gedämpften Erwartungen los. Zum Glück haben wir uns sehr schnell mit den beiden anderen Familien angefreundet. Wir saßen bei den Mahlzeiten gemeinsam an einem Tisch und hatten auch sonst viele Möglichkeiten, uns untereinander auszutauschen. Es hat sich  gezeigt, dass auch eine solch kleine Gruppe, verbunden durch ein ähnliches Schicksal, trotz aller Unterschiede sehr voneinander profitieren kann. Unsere Kinder verstanden sich trotz des Altersunterschiedes von 9, 11 und 13 Jahren gut, zumal zwei der Kinder sich schon aus dem Transplant-Kids-Camp im Hartz kannten. Der Austausch unter den Erwachsenen war genauso wichtig. Hierbei ging es hauptsächlich – aber nicht ausschließlich -um das Thema Transplantation in allen seinen Facetten. Dies führte dazu, dass wir die eigentlich geplanten Gruppengespräche nicht mehr so sehr vermisst haben. Toll fanden wir die Flexibilität der Klinik, die für die Kinder kurzfristig dann doch ein Gruppengespräch unter psychotherapeutischer Anleitung ermöglicht hat.

Besonders wichtig war auch ein Gespräch zwischen Klinikärzten, Familien und Herrn Ludwig von Transplant –Kids, der eigens dafür die weite Anreise auf sich genommen hat! Hier wurde uns klar, wie schwierig die Gesamtsituation betreffend das Thema Kur/Reha für transplantierte Kinder in Deutschland ist. Eine passende Reha – Einrichtung, die doch für Kinder mit anderen schweren Erkrankungen ganz selbstverständlich ist, gibt es offenbar nicht. Nun kann und will eine Kur kein Ersatz für eine Reha sein. Umso wichtiger erscheint uns ein solches Angebot. Darüber hinaus  wurden bei diesem Gespräch Anregungen von Seiten der Kurteilnehmer offen aufgenommen und Möglichkeiten ausgelotet. Abschließend konnte eine durchaus positive Zwischenbilanz gezogen werden. Alle Teilnehmer waren sich einig, wie wichtig es ist, diese Kur bekannt zu machen und zu etablieren.

Der Ort für eine solche Kurmaßnahme erschien uns sehr geeignet. Die Räumlichkeiten in einem von 3 Hochhäusern ca. 40 m vom Strand entfernt, ermöglichen auch in kurzen Pausen, Zeit direkt am Meer zu verbringen. Ideal auch für Gäste, die nicht mit dem Auto anreisen. Das Klima ist auch für Immunsupprimierte nicht zu rau. Die Appartements sind schlicht, aber geräumig und besitzen alle einen Balkon mit Meerblick. Da vergisst man dann schon mal, dass man ja in einem Hochhaus wohnt. Das Personal, egal ob Arzt, Therapeut, Küchenpersonal, Verwaltung oder einfache Hilfskraft war hilfsbereit und freundlich. An den Wochenenden gab es auch ein Freizeitangebot. Die Stadt Burg ist in 10 Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen und bietet überraschend viele Einkaufsmöglichkeiten, Cafés und Restaurants.

Fazit: Es war eine sorgenfreie Zeit für Körper und Seele, von der wir sicher auch in Zukunft profitieren werden und die wir daher gerne weiterempfehlen!


 

Schwerpunktkur

2014 fand zum ersten Mal die Schwerpunktkur "Familien mit transplantierten Kindern" statt. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Gesundheitsservice, der Südstrandklinik Fehmarn und unserem Verein haben wir dieses Angebot für Familien mit transplantierten Kindern ins Leben gerufen.
 
Unterschied "Kur" und "Reha"

Der Begriff „Kur“ ist in den meisten Veröffentlichungen und Gesetzen so gut wie verschwunden. Der Begriff stammt aus dem lateinischen „curare“, was soviel wie „pflegen“ heißt. Eine medizinische Rehabilitation (lat. „rehabilitatio“) meint soviel wie „wiederherstellen“, hierbei geht es um Wiederherstellung von Gesundheit, Arbeitskraft und sozialem Leben. Beide Angebote haben ihre Berechtigung und stehen nebeneinander.
Das Angebot der Südstrand-Klinik Fehmarn richtet sich an Familien mit organtransplantierten Kindern mit einer stabilen Transplantatfunktion ab 8 Jahren und hat folgende Ziele für die Familien:

o    Regeneration der Eltern
o    Bewältigungskompetenzen erweitern
o    Interaktion in der Familie stärken
o    Erfahrungsaustausch mit anderen Familien


Weitere Informationen (Flyer, detaillierte Beschreibung) finden Sie im Downloadbereich.